08. Dezember 2019

AKTUELLES

Linz-Urfahr: Anrainer empört

Bäume mussten Mauer weichen


Tatort Haselbach-Ufer in Linz-Urfahr: alle Bäume weg.

Es war eine altbekannte Vorgangsweise. Ohne die Anrainer zu informieren, wurde vor ihren Fenstern und Grundstücken wie aus heiterem Himmel eine Reihe von Bäumen gefällt. Der Tatort befindet sich entlang des Haselbaches in Linz-Urfahr im Bereich der Jägerstätterstraße. Die Lawinenverbauung realisiert hier mit der Stadt Linz ein Hochwasserschutzprojekt, das bis nach Hellmonsödt reicht. Wo bisher die Bäume standen und für Erholungswert sorgten, wird eine Betonmauer errichtet. Die Empörung der Anrainer ist besonders groß, weil es nach den ersten Fällungen mit allen Beteiligten zu einer Begehung des Bachufers gekommen war, um einige besondere Baumexemplare zu retten. Dabei zeigte sich der Projektleiter sehr kooperativ und bemüht, die Wogen zu glätten. Einige Tage später jedoch waren auch die als schützenswert vereinbarten Bäume umgeschnitten worden. „Gerade in Zeiten der Klima- und Baumdiskussionen fällt eine derart unsensible Gangart besonders auf,“ kritisiert die Baumrettungsinitiative Linz.
Die Baumrettungsinitiative lädt am 12. Oktober ab 14 Uhr bei freiem Eintritt zu einem Informationstag in die Pfarre St. Marcus in Linz-Urfahr ein. Mit Vorträgen, Diskussionen und Vorführungen wird in Zeiten überhitzter Städte auf den Wert alter Bäume hingewiesen und vor Raubbau gewarnt. Am 13. Oktober um 13 Uhr gibt es bei Schönwetter am Ufer des Haselbaches in der Jägerstätterstraße bei der großen Esche, die durch die aktuellen Arbeiten gefährdet ist, ein Baumpicknick.