19. September 2020

AKTUELLES

Nonne aus OÖ starb in Afrika durch Corona

OÖ-Missionarin (80) starb an Corona 

Am 25. Juli wäre Schwester Maria Corda Waldhör aus Puchkirchen am Trattberg im Bezirk Vöcklabruck 80 Jahre alt geworden. Doch die Missionsschwester, die seit 51 Jahren in Südafrika im Einsatz war, starb im Juni an Corona. Nur wenige Tage, nachdem „Hallo“ über ihre vorbildliche Arbeit berichtet hatte.


Schwester Maria Corda Waldhör mit einem ihrer Schützlinge. Bis zuletzt setzte sich die studierte Mathematikerin und Bildhauerin für ihre körperbehinderten Schützlinge ein, obwohl sie selbst ein schweres Wirbelsäulenleiden hatte. Für Spenden an ihr Rehabilitationszentrum gibt es bei der Diözese Linz folgende Kontonummer. IBAN: AT71 5400 0000 0038 3117, Kennwort: Sr. Corda.

„Seit 27. März haben wir den so genannten Lockdown, alles ist unter Schloss und Riegel,“ berichtete Mariannhiller-Pater Winfried Egler aus Linz in der Juni-Ausgabe von „Hallo“. Pater Winfried arbeitet seit 52 Jahren als Missionar in Südafrika.
Dort ist seit 51 Jahren auch Schwester Maria Corda Waldhör im Einsatz. Die oberösterreichische Ordensfrau der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut kümmerte sich mit Mitschwestern seit acht Jahren in Mthatha in der Provinz Ostkap in der ersten Internatsschule für körperbehinderte schwarze Kinder im südlichen Afrika um 60 Mädchen und Buben.
„Am 2. Juni ist eine Schwester positiv auf Corona getestet worden,“ berichtet Pater Winfried, der neben dem Schwestern-Konvent wohnt. Die Infizierte wurde sofort isoliert, doch es war zu spät. Mittlerweile sind fünf Missionsschwestern in Mthatha an Corona verstorben. Am 12. Juni erlag Schwester Maria Corda Waldhör dem gefährlichen Virus. „Ich habe sie noch ein paar Tage zuvor angerufen, um zu hören, wie es ihr geht. Da war bei ihr noch keine Befürchtung von Corona,“ so Pater Winfried Egler.